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Ein Sommertag in Marina di Modica (Sizilien) 

Kopie eines Briefes von einem befreundeten Ehepaar aus Sizilien anläßlich des Geburtstages meiner Frau zum Thema:
Verbleib während der drei Sommermonate in dem Touristenort “Marina di Modica“, ca. 5 km westlich von Pozzallo gelegen. Zuerst kam die Vermutung auf, unsere Freunde hätten den Brief etwa dem Kabarettisten Gerhard Polt “gestohlen“, jedoch spiegelt der Brief - Originalgetreu - das wahre Leben, die Mentalität und Lebensweise der Mediterraner wieder – genau so -  wie wir dieses südliche Flair lieben.
 

Sommertage in Marina di Modica – Sicilia im Juli 2001

Hallo, liebe lrene und lieber Rudi!

Dies ist ein derzeitiger Lagebericht aus der Sommerzeit in Marina di Modica. Unser Haus ist zur Zeit stark bevölkert, mit vielen Kindern und Erwachsenen, auch die Großeltern und Urgroßeltern sind da. Aber nicht nur dieses Haus, sondern alle rundherum sowie der gesamte Ort. Da ist nicht mehr viel von Ruhe und Urlaub zu spüren, morgens um 6 00 h beginnt der Tag mit Getöse und Terrassen abspritzen, Klospülungen, Getümmele, Duschen, Kindergeschrei, Putzen, Küchenarbeiten und ähnlichen Dingen. Also gibt's bei uns schon um 8 00 h Frühstück. Vorher werden alle Fenster und Türen soweit geöffnet wie es nur eben geht. (Wenn sie nicht schon offen waren) Spätestens um 9 00 h muß alles wieder gut verschlossen sein, sonst wird es im Haus unerträglich. Draußen sind es inzwischen etwa 29° im Schatten, (laut Benns Spezialthermometer) bei mäßigem oder gar keinem Wind. Die Hausarbeit erledige ich im Halbdunkeln und so wenig wie möglich. Zwischen 10 00 h und 12 00 h gehe ich ins Wasser, aber hier bei uns zu den kleinen Klippen. Das Wasser ist soweit zurück, das man prima reingehen und schwimmen kann. (Temperatur 26°) Zwischen halb und eins gibt es wie immer ein warmes Mittagessen nur haben wir bei der Hitze kaum Appetit, danach ist Bettruhe bis halb vier angesagt, sofern man uns läßt. Pünktlich kommen um diese Zeit (13 00 h) die Italiener mit den Kindern vom Strand, dann wird geduscht, rumgetobt, gegrölt und gegessen, (14.00 h) aber dann haben die auch Mittagsruhe. Ab 16 30 h kann man wieder Leben spüren, allerorts. Wir trinken einen guten Kaffee zum Wachwerden und machen uns auf den Weg zum Sandstrand, denn die Temperatur zeigt inzwischen satte 35° im Schatten - eine Affenhitze - wir haben nur Durst. Man kann es fast nur im Wasser aushalten, wahrscheinlich trocknen wir aus. Sonnenschirm ist am Strand Pflicht geworden. So gegen 19 00 h ist man wieder zu Hause, dann wieder duschen, (hoffentlich ist Strom und Wasser da) umziehen, essen und ruhen. Ab 22 00 h geht dann hier so richtig die Post ab. Dann beginnt wieder überall das Getöse und die Musik laut zu spielen -  von der Piazza, vom Stadtstrand, aus allen Radios und Außenfernseher dieser Welt und die Völkerwanderung in Richtung Piazza und Corso beginnt. Da ist allabendlich Riesenrummel mit Karussells, Verkaufsständen, Eiswagen, Pommesbuden und so weiter. Da sind alle derzeitigen Einwohner anzutreffen. Ein wahnsinniges Gedränge. Wir machen es uns dann auf unsere Dachterrasse gemütlich bei Vino, Wasser, Wodka Fanta oder anderen leckeren Sachen. Den Krach kriegen wir gratis dazu. Um diese Zeit beginnt bei einer Nachbarfamilie das Abendessen. Teller klappern, Kinder kreischen - natürlich alles draußen und recht lebhaft. Mopeds und Vespas sausen durch die Straße. Jugendliche diskutieren und es ist alles in Allem sehr gemütlich. Wenn wir dann so gegen 0 30 h - 1 00 h zu Bett gehen ist die Italienische Familie mit den lieben Kinderchen noch unterwegs. Das friedliche zu Bett gehen der lieben Kleinen holt dich dann wieder aus dem ersten Schlaf. Aber dann ist irgendwann Nachtruhe, wie gesagt, bis 6 00 h. Mal sehen, wie wir das Überleben, wenn unsere Jugend hier ist - wahrscheinlicher Tagesablauf: schwitzen, duschen, hinlegen, Durst haben, etwas hinsetzen oder vielleicht nur aufrichten, ins Meer gehen, etwas essen - vielleicht doch kein Hunger und dann wieder von vorn; schwitzen, duschen, niederliegen, aufrichten .........

Der arme Benno hat bei dieser Affenhitze auch noch gearbeitet, die Dachterrasse zu gemacht, mit einem Anstreicher das große Zimmer renoviert, die untere Terrasse gestrichen und oben das kleine Zimmer entrümpelt und aufgeräumt. Ich brauche nachher nur immer sauber machen. Das Einkaufen haben wir in die Abendstunden verlegt, wegen der Wärme. So, nun wißt Ihr, wie wir hier durch den Sommer kommen.

Zwei Tage später: Wir haben zur Zeit vormittags nur 28 - 30° und nachmittags 32-39° im Schatten. Im Haus ist es meistens am kühlsten bei 26 – 28°. Laßt es Euch gut gehen und vergesst Sizilien nicht.

Heute ist Dienstag der 24.7. und der Brief ist noch da. Also kann ich noch etwas dazu schreiben - Gott sei Dank ist die große Hitze vorüber. Der Sommer hat sich normalisiert. (Kälteeinbruch) Die Temperaturen bleiben bei 35 – 38° in der Sonne, mittags, und das ist angenehm, am Strand aber auch zu Hause. Der Wind säuselt ein wenig zur Kühlung, sehr angenehm und nachts können wir wieder schlafen, so und so. Freue mich schon auf den August bei angenehmen 50°. Nur am Ätna soll es noch wärmer sein, Fedes waren bei Bekannten in der Nähe von Taormina – der tobt sich zur Zeit mal wieder gründlich aus. Wir sind gespannt, ob unsere Tochter am 4.8. überhaupt hier landen kann. So, nun ist aber wirklich genug erzählt. Wir sehen uns im Herbst. Ich gehe zum Strand und denke an Euch, Benno hat keine Lust.

Ciao, Eure B & B aus Sicilia
 

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